1 - 2 - 3    DAS HUNDERUDEL...

 

BALOU

Seit den Anfängen meiner beruflichen Wendung, hin zur Sparte der "tierestützten Arbeit", begleitet mich mein gepunkteter Freund Balou. Immer schon fasziniert von der Wirkung, die Tiere auf uns Menschen haben, führte uns unser gemeinsamer Weg im Herbst 2012 zum Verein "humanis et canis".

 

1. Challenge: Eignung als Besuchshund?

Ich kann mich noch gut erinnern, wie nervös wir beide den 1.Abschnitt der Ausbildung antraten. Im Alltag hinterfragten wir es kaum, ob die Fußarbeit korrekt oder die Art und Weise, wie wir an Kommandos arbeiteten einem allgemein gültigem Leitfaden entsprechen. Einen Grund dazu gab es auch kaum, da sich das Zusammenleben mit Balou in der Regel sehr unkompliziert gestaltete.

Er befolgte die Grundkommandos, lief mit und ohne Leine und behielt mich dabei immer im Fokus. Auch in nicht alltäglichen Situationen, mit denen Balou nicht auf Anhieb wusste umzugehen, richtete er seinen Blick zu mir und wenn ich ihm ein Gefühl gab, dass alles genauso seine Richtigkeit hatte, war das für Balou eben auch so.

Aber heute sollte das erste Mal jemand unser Zusammenspiel als Team beurteilen. Was, wenn dieses "unkomplizierte miteinander auskommen" nicht ausreicht?

 

Für viele weitere Gedanken, blieb an diesem Tag gar kein Raum. Eine laut scheppernde Futterschüssel, ein herunterfallender Schlüsselbund, diverse Gehhilfen und ungewöhnliche Laut- und Bewegungsmuster, nahm Balou genauso, wie sie eben kamen. Reagierte so, als hätten wir die letzten Jahre nichts anderes trainiert.

Auch im abschließenden Gespräch, bekam ich von Leo und Bettina, großes Lob. Worte, die mich persönlich sehr berührten und wahrscheinlich mitunter ein Grund dafür sind, dass sich mein Weg genau in diese Richtung entwickelte. (An dieser Stelle gilt ein ganz herzliches Dankeschön den Beiden!)

 

Als Balou und ich also unsere  Berufung im Bereich der tiergestützten Arbeit fanden und schon länger die Überlegung eines zweiten Hundes anstand, wurden die Pläne diesbezüglich auch immer konkreter.

 

 

KRISPELLO

Ein Pudel sollte es sein...

Ende Jänner 2013 kam also der kleine Toypudelwelpe Krispi in unser Rudel.

Im Gegensatz zu seiner Körpergröße, war Krispi schon von Beginn an ein richtig Großer. Besonders groß war er, wenn es darum ging seinen eigenen Willen durchzusetzen. Schnell war klar, wer von nun an im großen Körbchen schlief oder in welchen Besutz Balous Hundespielzeug überging.

"Großartig" waren auch die Unsinnigkeiten, die er sich einfallen ließ, wenn Trainingsschritte / oder auch die Trainingspausen seiner Meinung nach zu lange dauerten. Dies machte das Arbeiten mit ihm nicht immer leicht, aber immer zu einer abwechslungsreichen Herausforderung.

Gott sei dank, war auch sein Herz und sein gewisser Charme groß genug, sodass ich  vielleicht zwar manchmal verzweifelte, aber nie wirklich böse auf den kleinen Zwerg sein konnte.

 

Die meisten seiner Flausen, haben wir mittlerweile in sinnvollere Bahnen gelenkt und sein Arbeitseifer kommt mit in vielen Situationen (besonders im Tricktraining) zugute.

In der tiergestützten Pädagogik zeigt sich Krispi, wenn erforderlich, auch von einer ganz anderen Seite. Es ist schön zu beobachten, wie sehr er sich auf sein Gegenüber einstellt und die Befindlichkeiten meiner Klienten wahrnimmt und darauf reagiert.

 

 

PACO

Ein weiteres Mitgied im Hunderudel...

Mit der Ankunft von Paco, der im Alter von 14,5 Wochen Ende Oktober 2016 bei uns einzog, vervollständigte sich das Hunderudel.

Paco hatte wahrlich keinen leichten Start ins Leben. Am 20.Juli 2016 erblickte er neben 8 weiteren Welpen das Licht der Welt. Die Geburt verlief ohne Komplikationen, doch entwickelte sich der kleine Hundebub nicht wie erwartet. An Gewicht nahm er kaum zu und schnell hatte er als schwächster im Wurf, keine Chancen mehr, sich gegen seine Geschwister durchzusetzen. Prozeduren, wie das tägliche Füttern mit dem Fläschchen, immer wieder  weg von Mami und schlussendlich noch eine Behandlung gegen Milchschorf, musste der kleine Spatz bereits in seinen ersten Wochen über sich ergehen lassen.

Als ich Paco dann mit 3,5 Monaten kennenlernte, hab ich mich sofort verliebt. Wenn auch recht schüchtern und zurückhaltend, überzeugte mich sein sanftes Wesen und schnell war entschieden, dass das Wollknäuel die Fahrt mit uns nach OÖ antreten darf.

Die ersten beiden Wochen war alles noch sehr viel für den Zwerg. Neue Umgebung, neue Freunde, ungewohnte Abläufe, aber von Tag zu Tag wurde er sicherer und sein Selbstbewusstsein und auch ein welpentypischer Übermut entwickelte sich.

Damit er bereits von Beginn an neue Situationen kennenlernen und in sein künftiges Arbeitsfeld hineinschnuppern konnte, darf mich Paco bereits zu einigen Klienten begleiten. Mit seiner manchmal recht tollpatschigen aber durchwegs liebeswürdigen Art, bereicherte er schon damals diese Einheiten und bis heute zaubert er nicht nur hier, den Menschen um sich herum immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.