Mensch & Tier

In der Menschheitsgeschichte besteht von Anfang an eine sehr enge Beziehung zwischen Menschen und Tieren.

 

Sie waren Nahrung, Bedrohung, Jagdhelfer, Arbeitstiere, Machtsymbole und sehr früh bereits enge Gefährten. In Jahrtausenden, während der evolutionären Entwicklung der Menschheit, wandelte sich diese Beziehung durch kulturelle, religiöse und ökonomische Einflüsse.

 

Folglich traten auch Veränderungen hinsichtlich der Wertschätzung gegenüber dem Tier als naturhaftes und naturverbundenes Wesen ein.


Es ist bekannt, dass die Anzahl von Haustieren von Jahr zu Jahr immer weiter ansteigt. Am beliebtesten scheinen Hunde und Katzen zu sein, doch auch Nagetiere, Fische und Vögel erfreuen sich großer Beliebtheit.

Ganz offensichtlich tut es Menschen gut, Tiere um sich zu haben. Viele sehen die Tiere als tägliche Begleiter und vor allem als treuen Freund.


Ein Zitat aus "Der kleine Prinz"

"Komm und spiel mit mir", schlug ihm der kleine Prinz vor. "Ich bin so traurig...".

"Ich kann nicht mit dir spielen", sagte der Fuchs. "Ich bin noch nicht gezähmt!" [...] "Du bist nicht von hier, was suchst du?"

"Nein", sagte der kleine Prinz, "ich suche Freunde. Was heißt 'zähmen'?"

"Das ist eine in Vergessenheit geratene Sache", sagte der Fuchs. "Es bedeutet: sich 'vertraut machen'." [...]

"Du bist für mich noch nichts als ein kleiner Knabe, der hundertausend Knaben völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebensowenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt..." [...] "Bitte... zähme mich!" sagte er.

 

"Ich möchte wohl," sagte der kleine Prinz, "aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge kennenlernen."


"Man kennt nur Dinge, die man zähmt", sagte der Fuchs. "Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!" [...] So machte der kleine Prinz den Fuchs mit sich vertraut. [...]

 

"Ich werde dir ein Geheimnis schenken", sagte der Fuchs. [...]

"Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar" [...] und "du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast"

 (Saint Exupery 1956, 92ff.)