Warum Tiergestützte Intervention?

Die Anfänge der tiergestützen Intervention liegen viel weiter zurück als allgemein angenommen. Über Jahrtausende haben Menschen festgestellt, dass sich Tiere positiv auf Körper und Seele auswirken.

 

 "Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uralten Grundmotiv -

nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies."

(Konrad Lorenz)

 

Besonders in den letzten Jahrzehnten hat die Haltung von Haustieren stark zugenommen. In einer zunehmend technisierten und sozial isolierten Welt bringen Tiere den Menschen heute zurück zur Natur.

Die besondere Qualität der Beziehung und Bindung zwischen Tier und Mensch bildet die Grundlage des Arbeitsfeldes der tiergestützten Intervention.

  • Tiere öffnen Türen. Sie finden Zugänge zu Menschen, die uns Zweibeinern oft verborgen bleiben.

  • Tiere treten über alle Sinne mit uns in Beziehung. Sie urteilen nicht; unabhängig von Aussehen, Fähigkeiten und sozialem Stand nehmen sie "ihren" Menschen an und schenken ihm Zuneigung.

  • Ohne Bedingungen daran zu knüpfen, reagieren Tiere unmittelbar und direkt. Meist können wir diese von Tieren gezeigte Reaktion auf unser Verhalten besser akzeptieren.
  • Tiere können bestätigen, trösten, ermutigen und begeistern. Menschen die mit Tieren interagieren spüren ein Gefühl des "Gebraucht-Werdens“ und können so ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Bewältigungskompetenzen erheblich erweitern.

Besonders im pädagogischen, sozialen oder therapeutischen Setting bietet tiergestützte Arbeit eine breite Palette von Möglichkeiten, die vom Erlernen, Verbessern und Erhalten von sozialen Fähigkeiten, bis hin zur Förderung der Motorik und Wahrnehmung reicht.